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Geschichte

Der Noriker ist eine über 2000Jahre alte Rasse und gehört somit zu einer der ältesten Pferderassen in Europa. Sie überstand Einkreuzungen und passte sich vielen Veränderungen an. Ursprünglich als Arbeitstier (Holzrücken, Zugpferd) und Fleischlieferant in den Alpen gezüchtet, ist das langrechteckige und trittsichere Kaltblut mit seinem kompakten, gut bemuskelten Körper und kräftigem Fundament heute als Freitzeitpartner und Reitsport weltweit zunehmend gefragter. Sein Stockmaß liegt zwischen 1,52m und 1,73m. Sein Gewicht variiert im Durchschnitt zwischen 600-900kg. Es sind alle Farben erlaubt wobei häufig Rappen, Füchse und Braune in unterschiedlichen Schattierungen sind. Tiger, Mohrenköpf und Plattschecken sind seltener. Sehr selten sind leider die Weißgeborenen.

Der Name Noriker wurde 1939 offiziell in Österreich eingeführt und ist bis heute beibehalten.

Die 5 Hengstlinien

Diamant-Linie: Die Diamant-Linie war bis um 1950 zweitstärkste Linie, sie wurde jedoch von der Nero-Linie zurückgedrängt. Der Begründer dieser Linie ist der 1877 geborene 367 Bravo 149. Der Name der Linie stammt jedoch von seinem Urenkel 216 Diamant 496, der 1903 geboren wurde. Noriker dieser Linie sind durchweg sehr typvolle Kaltblüter mit Temperament, Adel und mit viel Gangvermögen. Heute ist die Diamantlinie nur mit wenigen Norikern vertreten.

Elmar-Linie: Die Hengste der Elmar-Linie sind vorwiegend Tigerfarben, gegründet wurde sie durch den 1886 geborenen Hengst 80 Arnulf 55. In dieser Linie ist der barocke Einfluss am deutlichsten. So stehen Noriker der Elmar-Linie häufig im Quadratformat. Auch sind sie meist vom leichterem Kaliber und haben ramsköfige Profile. Der Anteil der Elmar Linie ist klein,  jedoch sind schön gezeichnete Tiger sehr begehrt.

Nero-Linie: Ist die zweitgrößte Linie, sie wurde durch den Hengst 554 liz. Nero gegründet. Der bekannteste unter ihnen ist der Fuchs 1378 Stoissen-Nero V/977. Dieser 1933 geborene Hengst verkörpert bis heute in hohem Maße das Leitbild für das Zuchtziel des Noriker. Besonders sein trockener, edler ausdruckstarker Kopf entsprechen dem gewünschtem Kaltblutadel.

Schaunitz-Linie: Ihr Begründer ist der 1888 in Tirol geborenen Hengst Amor. Namensgeber der Linie war jedoch einer seiner beiden Söhne 255 Schaunitz. Er wurde 1896 geboren. Vertreter der Schaunitz Linie waren bekannt für ihr Temperament und ihr Gangvermögen. Ihr lebhafter Charakter dürfte auch der Grund für die problematische Situation dieser Linie in den 80er Jahren des 20.Jahrhunderts gewesen sein, als der Fortbestand der Linie nur über drei Hengste gesichert war. Durch ihr lebhaftes Temperament, ihre aufgerichteten Hälse und ihren Vorwärtsdrang in der Bewegung treffen sie zunehmend den Geschmack des modernen Norikerzüchters und so erlebt dieser ehemals bedrohte Zweig zu einem neuen Höhenflug.

Vulkan-Linie: Seit ihren Anfängen ist sie die zahlenmäßig stärkste Linie. Heute gehören über 50 % der Noriker der Vulkan-Linie an. Begründet wurde sie von dem braunen Hengst 13 Vulkan 635,  der 1887 im Pinzgau geboren wurde. Der Grund für diese Dominanz war, dass die Gründerhengste und ihre Nachfolger Vertreter des erwünschten schweren Wirtschaftstyp waren.

 

Charakter

Noriker besitzen unabhängig von der Linie einen ausgeglichen und gutmütigen Charakter. Zudem sind sie ausdauernde, sehr trittsichere und wendige Pferde.

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